Der Kauf einer eigenen Immobilie

Oktober 6th, 2010

Viele Berufstätige machen sich Gedanken darüber, wie sie am besten für das Alter vorsorgen können. Die gesetzliche Rentenversicherung reicht in der Regel nicht aus, um ein gutes finanzielles Einkommen im Rentenalter zu beziehen, da die jungen Beitragszahler aufgrund der geringen Geburtenrate fehlen.

Üblich für die private Altersvorsorge sind auch private Rentenversicherungen oder kapitalbildende Lebensversicherungen. Diese Versicherungen sind oft leicht zu verstehen und schnell abschließbar, wenn man einen guten Ansprechpartner für die Versicherung gefunden hat.

Oft entscheiden sich Menschen allerdings für den Kauf eines eigenen Hauses. Diese Entscheidung wird meist aufgrund verschiedener Aspekte getroffen. Zum einen kann man während der Rente mietfrei in seinem Wohngebäude leben und zum anderen erhält man durch die Mieteinnahmen des Gebäudes ein zusätzliches Renteneinkommen.

Wenn Sie sich schon früh für den Kauf einer Immobilie entscheiden, wird der Betrag für die Tilgung meist geringer sein. Dies ist jedoch auch abhängig von dem Wert des Gebäudes und der Höhe der Abzahlung.

Mit dem Kauf eines Hauses sind auch andere Dinge wichtig, die beachtet werden müssen. Damit das Gebäude gut vor Gefahren abgesichert ist, wird eine Wohngebäudeversicherung abgeschlossen. Vorher wird ein Vergleich Wohngebäudeversicherung bei verschiedenen Anbietern gemacht, um so eine möglichst günstige und umfangreiche Versicherung zu erhalten.

Die Wohngebäudeversicherung schützt somit den Immobilienbesitzer vor Schäden oder Zerstörungen des Hauses. Sollte ein teurer Schaden entstehen, bezahlt die Versicherung die Kosten, die zur Reparatur des Wohngebäudes notwendig sind.

Betriebsnebenkostenabrechnung: Kein Neubeginn der Abrechnungsfrist durch Anerkenntnis des Mieters

Mai 6th, 2008

Hat der Vermieter dem Mieter vor Ablauf der gesetzlichen Abrechnungsfrist keine formell ordnungsmäßige Abrechnung erteilt, kann er Betriebskosten auch nicht nachfordern, wenn der Mieter zuvor erklärt hat, er werde die Nachforderung begleichen.

Das musste sich ein Vermieter vor dem Bundesgerichtshof (BGH) sagen lassen. Als seine Mieter auszogen, baten sie darum, ihnen die beiden noch ausstehenden Betriebskostenabrechnungen zukommen zu lassen. Ein halbes Jahr später erteilte der Hausverwalter die Betriebskostenabrechnungen, allerdings in unverständlicher und damit formell nicht ordnungsgemäßer Weise. Als eine ordnungsgemäße Rechnung endlich vorlag, waren seit dem einen Abrechnungszeitraum fast zwei Jahre vergangen. Die Mieter verweigerten daher den Ausgleich der Nachforderung.

Zu Recht, entschied nun der BGH und wies die Zahlungsklage des Vermieters zurück. Seine Korrekturabrechnung für den ersten Abrechnungszeitraum sei verspätet gewesen. Nach dem Gesetz sei er verpflichtet, die jährliche Abrechnung über die Vorauszahlungen für Betriebskosten spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Ende des Abrechnungszeitraums mitzuteilen. Dieser Verpflichtung habe er nicht genügt. Daher sei er mit der Nachforderung aus der korrigierten Abrechnung ausgeschlossen. Die Richter begründeten Ihre Entscheidung weitergehend damit, dass die einjährige Abrechnungsfrist eine Ausschlussfrist sei. Selbst wenn die Mieter dem Hausverwalter den Ausgleich der Nachforderung zugesagt haben sollten, hätte die Ausschlussfrist damit nicht neu begonnen. Die für das Verjährungsrecht geltende Vorschrift, wonach die Verjährung erneut beginne, wenn der Schuldner dem Gläubiger gegenüber den Anspruch vor Ablauf der Verjährungsfrist anerkenne, finde auf die Ausschlussfrist für die Betriebskostenabrechnung keine entsprechende Anwendung. Der Zweck der Ausschlussfrist bestehe darin, für Rechtssicherheit und Rechtsklarheit zu sorgen. Dieser Zweck stehe ihrer vollständigen Erneuerung entgegen (BGH, VIII ZR 84/07).

Zwangsräumung: Welche Kosten können Vermieter abziehen?

Oktober 23rd, 2007

WEG-Recht: Aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Lage häufen sich Fälle, in denen Mieter ihre Mietverbindlichkeiten nicht erfüllen können. Nicht selten kommt es deshalb auch zu Zwangsräumungen. Das Finanzgericht Hessen hatte jetzt darüber zu entscheiden, welche Kosten (z.B. Rechtsanwalt Mietrecht) Vermieter in solchen Fällen steuerlich geltend machen können. Die Richter haben folgende Grundsätze aufgestellt:

In diesen Fällen ist davon auszugehen, dass der Vermieter auch dann weiterhin die Absicht hat, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung zu erzielen, wenn der Mieter ihm kein Nutzungsentgelt (Miete, Entschädigungs- oder Schadensersatzleistung) zahlt. Das gilt auch, wenn der Vermieter durch vertragswidriges Verhalten des Mieters gezwungen worden ist, diesem die Wohnung nach Ablauf der Räumungsfrist weiterhin zu überlassen. Erhält der Vermieter - ggf. zu einem späteren Zeitpunkt - etwaige Entschädigungs- bzw. Schadensersatzleistungen vom Mieter, gehören diese zu den Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung.

Solange das Mietverhältnis Bestand hat, sind die in dieser Zeit angefallenen Kosten als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abziehbar. Das gilt für Schuldzinsen, laufende Umlagen und die AfA.

Die Kosten des Vermieters für die Zwangsräumung der Wohnung sind nicht als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abziehbar, wenn der Vermieter die bisher vermietete Wohnung selbst nutzen oder verkaufen will. Entsprechendes gilt auch für eine Abfindung, die der Vermieter dem Mieter zur Räumung der Wohnung zahlt.

Anleihen

Oktober 17th, 2007

Anleihen werden von juristischen Personen auf den Markt gebracht.

Es gibt sehr viele Arten von Anlagen. Die Anleihen können sich in Laufzeiten, der Emissionswährung oder der Verzinsung unterscheiden. Sehr gerne werden die Zinsen erst am Ende der Laufzeit ausgezahlt, so dass die Anleihe zu einem geringeren als ihrem Nennwert erstanden und zum Nennwert vom Schuldner zurückgekauft wird. Diese Form nennt man Nullkuponanleihe. Der Kurs wird in allen Fällen in Prozent des Nominalwertes angegeben.

Anleihen unterscheiden sich nach der Art des Schuldners (Emittent) und sind leicht am Namen zu erkennen, wer sie auf den Markt bringt. Allein schon bei den Körperschaften wird unterschieden, ob Bund oder Länder die Schuldner sind, so dass hier die Staatsanleihe vom Bund und die Kommunalobligationen der Landesbanken zu nennen sind. Auf diese Weise finanziert die Politik ihre Defizite im Länder- beziehungsweise Bundeshaushalt.

Bankschuldverschreibungen und Pfandbriefe werden von Kreditinstituten emittiert, die sich dadurch ihre Mittel für die mittelfristige und langfristige Finanzierung ihres Kreditgeschäfts besorgen. Industrie- oder Unternehmensanleihen werden von Unternehmen verteilt, und Auslandsanleihen eben von ausländischen Emittenten. Wer immer der Emittent ist, eines haben alle Anleihen gemeinsam: Es sind Inhaberschuldverschreibungen und beschreiben damit eine Form der Finanzierung.

Der Zusammenhang zwischen Restlaufzeit und dem Zins einer Anleihe findet Niederschlag in der Zinskurve. Das Bedeutet: Der Wert der Anleihe sinkt, wenn der Marktzins steigt? Dieser Umstand ist jedoch neben dem Risiko, dass der Schuldner in Zahlungsverzug kommen kann oder sogar zahlungsunfähig wird nicht das einzige, denn je nach Emittent können auch Währungsrisiken, Inflationsrisiken und andere Risiken auftreten. Bei öffentlichen Anleihen kommt aber sicherlich nur das Zinsrisiko bei vorzeitiger Rückgabe in Betracht.

Eine weitere bekannte Form ist die Wandelschuldverschreibung oder Wandelanleihe. Damit hat der Gläubiger das Recht, die Anleihe in Aktien des Emittenten zu tauschen, Zeitpunkt und Anzahl der Aktien sind bei der Emission festgelegt. Im Prinzip handelt es sich um eine fest oder variabel verzinste Anleihe, die mit einer Call-Option verknüpft ist.

Altbaufinanzierung

Oktober 17th, 2007

Altbaufinanzierung - Bei der Finanzierung eines Altbaus wird von einem bereits existierenden Gebäude ausgegangen, welches von einer Privatperson verkauft wird.

Abtretung

Oktober 17th, 2007

Abtretung - Die Abtretung ist die Übertragung einer Forderung von dem Gläubiger (Zedent) auf einen anderen (Zessionar). Es wird zwischen einer stillen und offenen Zession unterschieden.

Stille Zession: Der Zedent tritt seine Forderung ab, ohne den Schuldner zu informieren. Regelmäßig ist das der Fall, wenn eine Forderung lediglich als Sicherungsmittel abgetreten wird. (sog. Sicherungsabtretung).

Offene Zession: Bei dieser Abtretung wird der Schuldner über die Forderungsabtretung informiert. Er ist nun verpflichtet, direkt an den Zessionar zu zahlen. Diese Zession wird häufig zur Sicherung eines Bankkredites verwendet, wobei der Zedent der Kreditnehmer und die Bank der Zessionar ist.

Die Lohnabtretung ist eine klassische Form der Abtretung.

Die Abruffrist

Oktober 17th, 2007

Abruffrist - Die Abruffrist besagt, dass ein Kreditnehmer innerhalb eines bestimmten Zeitraumes sein Darlehen/Kredit abrufen sollte.
Die Frist kann man bei Bedarf und nach Angabe von Gründen verlängern lassen.

Kostenlose Steuerinfos

Oktober 6th, 2007

Kostenlose Steuerinfos und aktuelle informationen aus dem deutschen Steuerrecht gibt es auf unserer Steuerinformationsseite www.steuerratgeber-online.de.


Regelsteuersatz für “Essen auf Rädern” und “Menü-Service”

Juli 8th, 2007

Für die Lieferung bestimmter Lebensmittel wie z.B. Backwaren (auch sog. Lebensmittelzubereitungen) gilt der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 %. Diese Begünstigung ist auf den Handel mit Lebensmitteln zugeschnitten. Werden dagegen Speisen und Getränke mit Dienstleistungen gastronomischer Art abgegeben, ist die gesetzliche Voraussetzung der bloßen “Lieferung” regelmäßig nicht mehr erfüllt. Diese Umsätze unterliegen dem Regelsteuersatz (ab 01.01.2007: 19 %). Nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs und des Bundesfinanzhofs (BFH) liegt eine Dienstleistung vor, wenn im jeweiligen Fall das Dienstleistungselement der Abgabe von fertig zubereiteten Speisen das Lieferelement qualitativ überwiegt. Im Rahmen dieser Abwägung dürfen nur Dienstleistungen berücksichtigt werden, die sich von denen unterscheiden, die notwendig mit der Vermarktung der Speisen verbunden sind. Allerdings kommt den zusätzlichen Leistungen aller Art regelmäßig ausschlaggebendes Gewicht zu. Betroffen sind insbesondere Imbisseinrichtungen aller Art, sog. Caterer und andere mobile Essensdienste. Dazu gibt es zwei aktuelle Urteile des BFH:

Das sog. “Essen auf Rädern” war Gegenstand des ersten Urteils. Ein Mahlzeitendienst gab fertig zubereitete Mittagessen portioniert auf eigenem Geschirr ohne Besteck an Einzelabnehmer in deren Wohnung aus. Der BFH bestätigte die Auffassung von Finanzamt und Finanzgericht, dass die Leistungen des Mahlzeitendienstes nicht als Lieferungen, sondern als sonstige Leistungen (Dienstleistungen) anzusehen und deshalb mit dem Regelsteuersatz zu besteuern seien. Der Mahlzeitendienst hatte nicht nur die Speisen nach Hause geliefert, sondern darüber hinaus auf eigenen Tellern bereitgestellt, die er wieder abgeholt und gereinigt hatte.

Das zweite Urteil betraf einen “Menü-Service”, der die Kinder mehrerer Schulen mit Mittagessen versorgte. Der Menü-Service brachte die in seiner Großküche zubereiteten Speisen heiß in Transportbehältern in die Schulen und gab sie durch seine Mitarbeiter portioniert auf Schulgeschirr in Schulräumen an die Kinder aus. Geschirr, Besteck und Mobiliar wurden anschließend durch die Mitarbeiter des Menü-Service gereinigt. Auch hier bestätigte der BFH die Beurteilung der Vorinstanz, dass das - durch diese Zusatzleistungen gebildete - Dienstleistungselement die Essensausgabe geprägt habe.

In beiden Fällen kam der BFH daher zu dem Ergebnis, dass die Umsätze dem Regelsteuersatz unterliegen.

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Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung

Mai 22nd, 2007


Ausgaben des Arbeitgebers für die Zukunftssicherung des Arbeitnehmers sind steuer- und sozialversicherungsfrei, soweit der Arbeitgeber hierzu nach sozialversicherungsrechtlichen oder anderen gesetzlichen Vorschriften verpflichtet ist. Das gilt vor allem für die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung.

Zuschüsse des Arbeitgebers zur privaten Krankenversicherung und Pflegeversicherung des Arbeitnehmers sind nur dann steuerfrei, wenn der Arbeitnehmer eine Bescheinigung des Versicherungsunternehmens vorlegt. In dieser Bescheinigung muss das Versicherungsunternehmen bestätigen, dass

- die Voraussetzungen des Fünften bzw. Elften Sozialgesetzbuchs für die Arbeitgeberleistung vorliegen und
- es sich bei den vertraglichen Leistungen um Leistungen im Sinne dieser sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften handelt.

Ein in Deutschland ansässiger Arbeitgeber hatte seinem von der Krankenversicherungspflicht befreiten Arbeitnehmer mit Wohnsitz in den Niederlanden einen Zuschuss für dessen private Krankenversicherung gezahlt. Das Finanzgericht Köln hat hier eine Steuerbefreiung abgelehnt. Die Voraussetzungen für eine Zuschusszahlung nach dem (deutschen) Fünften Sozialgesetzbuch sind nämlich in solch einem Fall nicht gegeben. Der Arbeitnehmer hat gegen das Urteil Revision beim Bundesfinanzhof eingelegt.

Hinweis: Das Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherung hat den durchschnittlichen allgemeinen Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung zum Stichtag 01.01.2006 in Höhe von 13,3 % bekannt gegeben. Nach diesem Wert bemisst sich ab 01.01.2007 Ihr Beitragszuschuss für die bei Ihnen beschäftigten privat krankenversicherten Arbeitnehmer.

Das Kindergeld

März 14th, 2007



Kindergeld eine staatliche Leistung, eine Subvention, an die Erziehungsberechtigten, die in Abhängigkeit von der Zahl und dem Alter der Kinder erbracht wird. Nach der derzeitigen Rechtslage beträgt das Kindergeld für das erste, zweite und dritte Kind jeweils 154,00 € pro Monat. Für das vierte und jedes weitere Kind beträgt es 179 €. Kindergeld wird auf Leistungen nach dem SGB II, umgangssprachlich Hartz 4, angerechnet. Das rührt daher, dass das Kindergeld zum größten Teil keine Sozialleistung ist, sondern ein Ausgleich für die Besteuerung des Existenzminimums von Kindern. Der Anspruch auf Kindergeld ist im Einkommenssteuergesetz niedergelegt.
Ein Teil des Kindergeldes ist allerdings Sozialleistungen und dient der Familienförderung.
Der Antrag auf Kindergeld muss schriftlich gestellt werden, und zwar bei den örtliche zuständigen Familienkassen. Bisher fand man sie bei den den örtlichen Agenturen für Arbeit. Jetzt sind die die Familienkassen von den Agenturen für Arbeit abgetrennt worden. Es existieren jetzt etwa 100 örtliche Familienkassen. (Autor:Redaktion Kinder-armut.de - info@kinder-armut.de>

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Ansparafa: Schädliche Tätigkeit bei Existenzgründern

März 6th, 2007

Für die künftige Anschaffung von neuen beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens kann eine den Gewinn mindernde Rücklage von bis zu 40 % der voraussichtlichen Anschaffungskosten gebildet werden. Wird die beabsichtigte Investition nicht getätigt, ist die Rücklage am Ende des zweiten auf ihre Bildung folgenden Jahres gewinnerhöhend aufzulösen, zuzüglich eines Gewinnzuschlags von jährlich 6 %. Eine Besonderheit gilt für Existenzgründer: Sie haben für ihre Investition fünf Jahre (statt zwei Jahre) Zeit. Außerdem wird bei ihnen bei nicht getätigten Investitionen auf den jährlichen Gewinnzuschlag von 6 % verzichtet.

Das Finanzgericht Sachsen verneint jedoch aufgrund des Gesetzeswortlauts die Existenzgründereigenschaft, wenn innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Betriebseröffnung geringfügige Gewinne oder Verluste aus einer kurzzeitig ausgeübten gewerblichen oder freiberuflichen Nebentätigkeit erzielt wurden. Im Streitfall bedeutete das für den Existenzgründer, dass er die Rücklage mangels Investition bereits am Ende des zweiten auf ihre Bildung folgenden Wirtschaftsjahres gewinnerhöhend auflösen musste, und zwar mit dem jährlichen Gewinnzuschlag von 6 %. Der Existenzgründer ist hiermit nicht einverstanden und hat gegen das Urteil Revision beim Bundesfinanzhof eingelegt.

Existenzgründer sollten vor der Gründung bei einem Fachkundigen Berater einen Businessplan erstellen lassen.

Die Steuererklärung selber erstellen

Januar 19th, 2007

Anfang des Jahres wird es wieder zeit sich an die private Einkommensteuerklärung zu machen. Haben Sie schon einmal das Steuerprogramm 2006 von Steuertipps gekauft? Dieses Steuerprogramm ist gerade für einfachere Steuerfälle ideal.

Nachrüstung eines Dieselrußfilters wird steuerlich gefördert

Januar 15th, 2007

Die Nachrüstung eines Diesel-Pkw mit einem Rußfilter kostet im Schnitt etwa 600 EUR. Nach über eineinhalb Jahren haben sich die Länderfinanzminister auf eine steuerliche Förderung geeinigt: Wer nachträglich einen Rußfilter in sein Dieselauto einbauen lässt, erhält einmalig eine Steuerförderung von 330 EUR. Der Steuernachlass soll rückwirkend für Einbauten ab Anfang 2006 bis einschließlich 2009 gewährt werden, nicht aber für Einbauten im Jahr 2005.

Als Aufschlag bei der Kfz-Steuer (sog. Malus) für nicht nachgerüstete Fahrzeuge sind 1,20 EUR je angefangene 100 cm3 Hubraum vorgesehen; geplant waren zunächst 1,60 EUR. Somit würde sich bei 2.000 cm3 Hubraum ein Zuschlag bei der Kfz-Steuer von 24 EUR jährlich ergeben (20 x 1,20 EUR). Das Gesetzgebungsverfahren wird bis April 2007 abgeschlossen sein. Für eine Nachrüstung kommen übrigens 2 Mio. Fahrzeuge in Betracht. Man geht davon aus, dass aufgrund der Steuerförderung 1,5 Mio. Fahrzeuge nachgerüstet werden.

Unternehmenssteuerreform

Januar 8th, 2007

Über den Beschluss des Bundeskabinetts zur Unternehmenssteuerreform hatten wir bereits berichtet. Jetzt gibt dazu wieder Neuigkeiten: Anfang November hat sich die Bund-Länder-Arbeitsgruppe auf folgende Eckpunkte für die Unternehmensteuerreform 2008 verständigt, die zu einer Nettoentlastung der Unternehmen von 5 Mrd. EUR führen soll:

• Der Körperschaftsteuersatz soll von 25 % auf 15 % und die Gewerbesteuermesszahl von 5 % auf 3,5 % gesenkt werden. Hierdurch würde sich die Gesamtsteuerbelastung von 38,8 % auf 29,8 % verringern.

• Personenunternehmen (also Personengesellschaften, Einzelunternehmer, Freiberufler) sollen die Möglichkeit erhalten, einbehaltene Gewinne mit dem niedrigen Körperschaftsteuersatz von 15 % zu versteuern.

• Um Missbräuche zu vermeiden, soll die für kleinere und mittlere Unternehmen bestehende Möglichkeit, eine gewinnmindernde Ansparrücklage zu bilden, modifiziert werden. Einzelheiten sind noch nicht bekannt.

• Die Bemessungsgrundlage für die Gewerbesteuer (nicht für die Körperschaftsteuer) soll geändert werden. Statt der hälftigen Hinzurechnung von Dauerschuldzinsen sollen die Finanzierungsanteile von Mieten, Pachten, Zinsen, Lizenzen und Leasingraten zu 25 % hinzugerechnet werden. Dabei soll ein Freibetrag von bis zu 100.000 EUR gelten. Personenunternehmen sollen zudem einen größeren Teil der gezahlten Gewerbesteuer als bisher mit der Einkommensteuer verrechnen können (Anhebung des Anrechnungsfaktors von bisher 1,8 auf 3,8). Die Gewerbesteuer soll nicht mehr als Betriebsausgabe abziehbar sein.

• Zur einheitlichen Besteuerung von Kapitalerträgen (Zinsen, Dividenden und Erlösen aus Wertpapierverkäufen) soll ab 2009 eine Abgeltungssteuer von 25 % erhoben werden. Die einjährige Spekulationsfrist für Wertpapierveräußerungsgeschäfte soll gänzlich wegfallen.
Der Gesetzesentwurf soll im Januar 2007 vorgelegt und das Gesetz vor der Sommerpause (Juli/August 2007) verabschiedet werden.

Grunderwerbssteuer bei Leasingverträgen

Dezember 8th, 2006

Der BFH hat sich damit befasst, ob bei dem Abschluss eines Leasingvertrags über ein Grundstück Grunderwerbssteuer zu zahlen ist. Er hat das erfreulicherweise verneint, wenn dem Leasingnehmer nur das Recht eingeräumt wird, zum Ablauf des Leasingvertrags den Abschluss eines Kaufvertrags über das Leasingobjekt mit dem Leasinggeber zu einem feststehenden Kaufpreis herbeizuführen. Grunderwerbsteuerpflichtig ist in diesem Fall erst der durch Ausübung des Ankaufsrechts herbeigeführte Vertrag der beiden Parteien.

Wann ist der Unterhalt als außergewöhnliche Belastung abziehbar?

Dezember 3rd, 2006

Unterhaltszahlungen an eine gesetzlich unterhaltsberechtigte Person sind bis zu 7.680 EUR jährlich als außergewöhnliche Belastungen in der Einkommensteuererklärung abziehbar. Ob eine Person “gesetzlich unterhaltsberechtigt” ist, richtet sich nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Danach sind Verwandte in gerader Linie verpflichtet, einander Unterhalt zu gewähren. Unterhaltsberechtigt ist aber nur, wer außerstande ist, sich selbst zu unterhalten.

Der BFH hat erst kürzlich geklärt, ob die Bedürftigkeit des Unterhaltsempfängers im Sinne des BGB Voraussetzung für den Abzug der Unterhaltsleistungen ist. Erfreulicherweise hat er das verneint und entschieden: Der Unterhaltszahler kann die Unterhaltsaufwendungen unter den weiteren Voraussetzungen als außergewöhnliche Belastungen abziehen, wenn der Empfänger dem Grunde nach gesetzlich unterhaltsberechtigt ist. Auf eine konkrete zivilrechtliche Unterhaltsberechtigung bzw. die Höhe des zivilrechtlichen Unterhaltsanspruchs kommt es daher nicht an.

Kindergeld: Lohnsteuer von den eigenen Einkünften und Bezügen abzuziehen

November 13th, 2006

Für ein volljähriges Kind in Berufsausbildung haben die Eltern grundsätzlich Anspruch auf Kindergeld und die übrigen kindbedingten Steuervergünstigungen, wenn die eigenen Einkünfte und Bezüge des Kindes 7.680 EUR jährlich nicht übersteigen.

Das FG in Brandenburg hat entschieden, dass bei der Prüfung dieses Grenzbetrags von den eigenen Einkünften und Bezügen auch die vom Kind gezahlte Einkommensteuer bzw. Lohnsteuer und der Solidaritätszuschlag abzuziehen sind. Der gezahlte Betrag steht nämlich für den Lebensunterhalt des Kindes nicht mehr zur Verfügung und die Eltern werden in dieser Höhe nicht von ihren Unterhaltspflichten gegenüber dem Kind entlastet. Andererseits gehören aber auch Einkommensteuererstattungen zu den anzusetzenden Bezügen des Kindes. Das Finanzamt hat gegen die Entscheidung Revision beim Bundesfinanzhof eingelegt.

Ein wirklich gute Entscheidung für alle Eltern mit Kindern über 18 Jahren die sich in Ausbildung befinden. Bin mal gespannt in wie weit sich diese Entscheidung durchsetzen kann.

Doppelte Haushaltsführung: Wohnungswechsel wegen veränderter Lebensumstände

November 7th, 2006

Arbeitnehmer können notwendige Mehraufwendungen (z.B. Kosten der Unterkunft), die wegen einer aus beruflichem Anlass begründeten doppelten Haushaltsführung entstehen, steuermindernd als Werbungskosten abziehen. Eine doppelte Haushaltsführung liegt vor, wenn der Arbeitnehmer außerhalb des Ortes, in dem er einen eigenen Hausstand unterhält, beschäftigt ist und auch am Beschäftigungsort wohnt.

Eine beruflich begründete doppelte Haushaltsführung kann bei Änderung der Lebensumstände in eine privat veranlasste und damit nicht mehr steuerlich begünstigte übergehen. Eine bloße Verlegung des Familienwohnsitzes bzw. des Haupthausstandes innerhalb eines Ortes oder einer Gemeinde hat der Bundesfinanzhof dagegen als unschädlich angesehen. Das gilt gleichermaßen für verheiratete, ledige als auch für in Trennung befindliche Arbeitnehmer. Weitere Steuern sparen Infos gibt es bei Vedix

Pauschalierung von Fahrtkostenzuschüssen

November 5th, 2006

Arbeitgeber können auch 2007 die Lohnsteuer für Sachbezüge in Form der unentgeltlichen oder verbilligten Beförderung eines Arbeitnehmers zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (z.B. Firmenwagen, Job-/Firmentickets) und für zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistete Zuschüsse zu den Kosten des Arbeitnehmers für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (Barzuschüsse) pauschal mit 15 % erheben. Eine Pauschalversteuerung ist aber nur bis zu dem Betrag zulässig, den der Arbeitnehmer “wie” Werbungskosten geltend machen könnte, wenn die Bezüge nicht pauschal besteuert würden. Die Pauschalversteuerung führt auch zur Sozialversicherungsfreiheit. Die Begrenzung der Entfernungspauschale ab 2007 wirkt sich auch auf die Höhe des Pauschalierungsvolumens aus.

Beispiel 1: Dem Arbeitnehmer steht für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (Entfernung 15 km an 210 Arbeitstagen) ein Firmenwagen mit einem Bruttolistenpreis von 30.000 Euro zur Verfügung.

2006

geldwerter Vorteil für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte
0,03 % von 30.000 EUR x 15 km x 12 Monate 1.620 EUR
Pauschalversteuerung mit 15 % (maximal Entfernungspauschale)
210 Arbeitstage x 15 km x 0,30 EUR 945 EUR
zu versteuern über Lohnsteuerkarte mit Sozialversicherungspflicht
1.620 EUR abzüglich 945 EUR 675 EUR

2007

geldwerter Vorteil für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (wie bisher)
0,03 % von 30.000 EUR x 15 km x 12 Monate 1.620 EUR
Pauschalversteuerung mit 15 % (maximal Entfernungspauschale)
Entfernung unter 20 km! 0 EUR
zu versteuern über Lohnsteuerkarte mit Sozialversicherungspflicht 1.620 EUR

Beispiel 2: Der Arbeitnehmer hat mit seinem Arbeitgeber arbeitsvertraglich vereinbart, dass er für die mit seinem Privatwagen durchgeführten Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (22 Entfernungskilometer; 230 Arbeitstage) einen Fahrtkostenzuschuss in Höhe der steuerlich zulässigen Entfernungspauschale erhält, der pauschal versteuert werden soll.

2006
Bargeldzuschuss des Arbeitgebers, der mit 15 % pauschal versteuert werden kann
230 Arbeitstage x 22 km x 0,30 EUR = 1.518 EUR

2007
Bargeldzuschuss des Arbeitgebers, der mit 15 % pauschal versteuert werden kann:
230 Arbeitstage x 2 km (22 km abzüglich 20 km) x 0,30 EUR =138 EUR

Anhand dieses kleinen Beispiels sieht man sehr gut, dass bei einem großteil der Pendler die Fahrtkostenpauschale keine Außwirkungen auf die Höhe der Werbungskosten haben wird.